Serotonin

Serotonin, Glückshormon

Auf dieser Seite trage ich Informationen rund um das Thema Serotonin zusammen. Die Ergänzungen finden sporadisch statt, es lohnt sich also, immer wieder mal rein zu schauen.



Serotonin ist als „Glückshormon“ bekannt.

Ebenso wie ein Mangel kann auch ein Überschuss von Serotonin zu Problemen führen. Damit es zu keinem Zuviel kommen kann, muss man vor allem die Dosierung und Wechselwirkungen von Antidepressiva beachten. 

Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff des Körpers, der bei der Übertragung von Signalen im Gehirn eine tragende Rolle spielt, aber auch im Darm und im Herz-Kreislaufsystem entscheidend beteiligt ist.

Ein Mangel an Serotonin im Gehirn kann zu Depressionen, Ängsten, Schmerzen und Migräne führen. Fast alle Depressionen gehen mit einem Mangel an Serotonin einher. Ein solcher Mangel wird oft mit der Einnahme von Antidepressiva behandelt. „Der Zusammenhang von zu wenig Serotonin und Depression ist eindeutig und wissenschaftlich abgesichert. Durch die Einnahme von Antidepressiva führt man Serotonin zu und bekommt die Depression daher auch wieder in den Griff“, sagt OA Dr. Thomas Zaunmüller, Vorstand der Klinik für Psychiatrie 1 am Neuromed Campus der Kepler Universitätsklinik Linz. 

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Zuviel Serotonin 

Es gibt jedoch auch Fälle, in denen nicht ein Zuwenig, sondern ein Zuviel an Serotonin im Gehirn Probleme mit sich bringt. Den Zustand des Überschusses dieses Botenstoffes, der zu körperlichen und psychischen Beschwerden führen kann, nennt man Serotonin-Syndrom.

Dieses Syndrom ist eine oft verkannte aber seltene Nebenwirkung einer Behandlung mit Antidepressiva. Es besteht die Gefahr, dass das Syndrom mit Symptomen der Grunderkrankung (Depression) verwechselt wird, da sich die Beschwerden ähneln können. 

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Antidepressiva nicht überdosieren 

Ein Serotoninüberschuss und daraus folgend ein Serotoninsyndrom werden meist durch eine Überdosierung von Antidepressiva verursacht. Vor allem eine Kombination von zwei oder sogar drei Antidepressiva ist mit Bedacht zu wählen, damit es zu keiner Überdosierung kommt. Auch bei der Umstellung von einem Antidepressivum zu einem anderen ist Vorsicht geboten, ebenso bei der Steigerung der Dosis. „Man sollte mit Antidepressiva niemals selbstständig experimentieren und diese immer genau nach ärztlicher Absprache einnehmen. Will man ein Antidepressivum absetzen, die Dosis erhöhen oder ein anderes Präparat versuchen, sollte man mit seinem behandelnden Arzt darüber sprechen und gemeinsam eine Lösung suchen“, rät Zaunmüller. 

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Wechselwirkung mit anderen Medikamenten 

Gefährlich sind auch Kombinationen von Antidepressiva und MAO-Hemmern, die bei Depressionen und Parkinson eingesetzt werden [MAO-Hemmer verhindern die Spaltung und somit die Verfügbarkeit von Serotonin u.a., Anm.]. Die in den letzten Jahren nur mehr selten verabreichten MAO-Hemmer dürfen nicht mit Antidepressiva gleichzeitig eingenommen werden und die Wirkung der Medikamente sollte sich auch nicht überlappen. „Man sollte MAO-Hemmer mindestens eine Woche vorher absetzen, bevor man Antidepressiva einnimmt“, erklärt Zaunmüller. 

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Symptome – harmlos bis lebensgefährlich 

Durch eine Erhöhung des Neurotransmitters Serotonin im zentralen Nervensystem kann es zu psychischen und körperlichen Störungen kommen. In den meisten Fällen sind die Symptome eines Überschusses eher leicht und harmlos. In einigen Fällen treten mittelschwere Symptome auf und in ganz seltenen Fällen kann ein lebensbedrohlicherer Notfall eintreten. 

Mögliche Symptome auf psychischer Ebene sind Unruhe, Ängstlichkeit, Ruhelosigkeit, Verwirrtheitszustände, Euphorie, Hyperaktivität, Desorientiertheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit. Körperlich kann es zu Muskelzuckungen, Zittern, schmerzhaften Muskelverhärtungen, Blutdruckschwankungen, Kopfschmerzen, Atemnot, Übelkeit, Durchfall und Schüttelfrost kommen. In seltenen, schweren Fällen ist Herzrasen und gefährlicher Anstieg der Körperkerntemperatur mit Schweißausbrüchen und sogar Koma möglich.

Die Symptome treten zeitverzögert nach der Einnahme (z.B. bei Dosiserhöhung) der Medikamente auf. Die meisten Fälle eines Serotonin-Syndroms werden innerhalb von 24 Stunden nach dem auslösenden Ereignis (Tabletteneinnahme) beobachtet, mehr als die Hälfte der Patienten reagieren schon innerhalb der ersten Stunden.  

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Sport, Ernährung, Licht 

Nicht nur Medikamente können serotoninsteigernd wirken, auch folgende Maßnahmen spielen eine gewisse Rolle:

Lichttherapie: Bei der Lichttherapie wird das Sonnenlicht durch eine spezielle Lampe nachempfunden. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich erwiesen und wird bei Depressionen eingesetzt. Lichttherapie steigert den Serotoningehalt im Gehirn, es wirkt demnach wie ein Antidepressivum, jedoch in geringerem Ausmaß.

Ernährung: Das allermeiste Serotonin befindet sich im Magen-Darm-Trakt (95 Prozent) und nicht im Gehirn. Es ist daher nicht verwunderlich, dass man durch die Nahrungsaufnahme den Serotoninspiegel heben kann. Durch den Verzehr z.B. von Bananen, Kiwi und Schokolade lässt sich das Serotonin im Körper steigern. Das hat mit dem Serotoninspiegel im Gehirn aber nur in geringem Ausmaß etwas zu tun, denn das im Körper gebildete Serotonin kann die Blut-Hirn-Schranke nur in sehr kleinem Ausmaß überwinden.

Serotoninhältige Nahrungsmittel können jedoch auch indirekt zur Serotoninsteigerung im Gehirn beitragen, denn sie regen im Gehirn die Bildung von Neurotransmittern an, was wiederum zur Bildung von Serotonin im Gehirn führt. Schlussfolgerung: Durch bestimmte Nahrungsmittel lässt sich zwar auch das Serotonin im Gehirn etwas steigern, aber nicht in dem Maße, als dass es zu einem unerwünschten Syndrom führen könnte.

Das Gleiche gilt für Nahrungsergänzungsmittel. „Sie sind zwar teuer, man kann damit aber kaum einen merklichen Effekt im Gehirn bewirken“, sagt Zaunmüller.

Sport: Der Effekt einer indirekten Steigerung des Glückshormons im Gehirn lässt sich auch mit Ausdauersport erzielen. Serotonin wird durch die essentielle Aminosäure Tryptophan gebildet. Je mehr Tryptophan vorhanden ist, desto mehr Serotonin kann produziert werden. Durch Sport wird Tryptophan dem Körper vermehrt zur Verfügung gestellt. Sport zu betreiben erhöht auf diesem Weg den Serotonin-Spiegel. Ein Serotonin-Syndrom kann damit aber keinesfalls ausgelöst werden. Man kann durch exzessiven Sport und massenhaften Verzehr von Schokolade & Co demnach keinen schädlichen Überschuss von Serotonin herbeiführen. 

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Messung von Serotonin 

Es gibt keine routinemäßige Messung von Serotonin. „Eine Messung im Gehirn wäre sehr aufwändig und teuer und sie ist auch nicht nötig. Denn ob jemand zu wenig oder zu viel Serotonin hat, lässt sich durch die Symptome im Zusammenspiel mit einem ausführlichen Gespräch herausfinden. Es gibt zwar Serotonin-Selbsttests zu kaufen, diese sind aber nicht sinnvoll, weil nicht aussagekräftig, denn damit wird nur das Serotonin im Blut und nicht im Gehirn gemessen.“, erklärt der Psychiater Zaunmüller. 

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Serotonin-Syndrom behandeln 

Bei leichtem oder mittlerem Serotonin-Überschuss genügt ein Pausieren oder Absetzen der Antidepressiva. Die meisten Antidepressiva wirken 24 bis 48 Stunden – nach ein oder zwei Tagen ohne Antidepressiva müssten die Symptome also abklingen. Es gibt jedoch auch ältere Antidepressiva, die eine Woche lang wirken, hier dauern die Symptome nach dem Absetzen dementsprechend länger an.

Bei schweren Symptomen (Hyperthermie, Herzrasen etc.) muss eine intensivmedizinische Behandlung erfolgen.

Dr. Thomas Hartl

April 2016

Foto: shutterstock

Quelle: www.forumgesundheit.at


Serotonin im Blut verlangsamt Kalorienverbrauch

95% des im Körper vorhandenen Serotonin ist in der Blutbahn zu finden.

Kanadische Forscher haben entdeckt, dass das Hormon Serotonin im Blut den „inneren“ Kalorienverbrauch reduziert und so zur Entwicklung von Übergewicht und Fettleibigkeit beiträgt.

 

Im Zuge einer vor kurzem veröffentlichten Studie, berichten Forscher der McMaster University über ein Hormon, welches bei übergewichtigen bzw. fettleibigen Menschen in besonders hohem Maß vorhanden ist. Das Hormon führt zu einer Aktivitätsverminderung des braunen Fettgewebes, wodurch das Risiko für Fettleibigkeit und Diabetes steigt.

Braunes Fettgewebe sitzt, vermischt mit gewöhnlichem weißem Fettgewebe, im Oberkörper – unter anderem entlang der Wirbelsäule, an größeren Blutgefäßen und im Bereich der Schlüsselbeine. Es dient als “innerer Ofen” zur Kalorienverwertung. Außerdem fungiert es als interne Heizung und hilft dem Körper sich warm zu halten. Fettleibige Menschen verfügen über geringere Mengen braunes Fettgewebe, welches mit dem Alter außerdem an Aktivität verliert. Warum wussten Wissenschafter bis jetzt jedoch nicht.

Serotonin drosselt Stoffwechsel

Unser Körper verfügt über zwei verschiedene Serotonin-Typen. Das wohl bekanntere der beiden befindet sich im Gehirn und zentralen Nervensystem und beeinflusst sowohl Stimmung also auch Appetit. Hingegen befindet sich sas etwas weniger bekannte Serotonin im Blut und zirkuliert so in unserem Körper. Lezteres macht etwa 95% des im Körper vorhandenen Serotonins aus. Wissenschafter der McMaster University entdeckten nun, dass erhöhte Mengen dieses Serotonin-Typs, die Aktivität des braunen Fettgewebes reduzieren bzw. den inneren Stoffwechselofen drosseln.

Die im renommierten Fachjournal Nature Medicine erschienene Studie, war die erste ihrer Art, die belegt, dass seine Blockade des peripheren Serotonin zu einer Aktivitätssteigerung des braunen Fettgewebes führt. „Die Ergebnisse sind erstaunlich und weisen eindeutig darauf hin, dass eine Hemmung der Produktion dieses Hormons eine wirkungsvolle Therapiemaßnahme in der Behandlung von Fettleibigkeit und den damit verbundenen metabolischen Erkrankungen – wie beispielsweise Diabetes – sein könnte,“ so Gregory Steinberg, Coautor und Medizinprofessor an der Michael G. DeGroote School of Medicine.

Verantwortlich für die hohen Mengen des peripheren Serotonin ist höchstwahrscheinlich unsere besonders fettreiche westliche Ernährung,“ so Waliul Khan, Coautor der Studie und Professor für Pathologie und molekulare Medizin am Farncombe Family Digestive Research Institute. „Zuviel Serotonin ist nicht gut. Wir benötigen ein Gleichgewicht. Ist ein Überschuss vorhanden, sind Diabetes, Fettleber und Übergewicht die Folge.“

Der Großteil des im Körper vorhandenen Serotonins wird durch das Enzym Tryptophan Hydroxylase (Tph1) produziert. Die McMaster Forscher zeigten, dass die genetische Blockade dieses Enzyms die Fähigkeit des braunen Fettgewebes Kalorien zu verbrennen erhöht und so vor Übergewicht, Fettleber und Diabetes schützt. „Die Hemmung des peripheren Serotonin hatte jedoch keinen Einfluss auf das im Gehirn bzw. zentralen Nervensystems befindliche Serotonin“, so Steinberg.

 

Besser Serotonin im Blut reduzieren und somit den inneren Energieverbrauch steigern, als Appetit reduzieren.

 

Dadurch unterscheidet sich dieser Zugang mit früheren Medikamenten zur Gewichtsreduktion. Letzte verringerten den Appetit durch die Reduktion des im Gehirn befindlichen Serotonins. Dies wiederum führte zu kardiologischen Komplikationen sowie zu erhöhtem Depressions- und Selbstmordrisiko.

“Es ist der wesentlich sicherer Weg, den Energieverbrauch zu steigern, statt den Appetit zu drosseln. Letztes birgt ein höheres Risiko,“ erklärt Steinberg. Abschließend weisen die Wissenschafter darauf hin, dass die Hemmung des Enzymes Tph1 eine effektive Therapiemaßnahme im Kampf gegen Fettleibigkeit und dessen Folgen sein könnte. An einem pharmakologischen Enzym-Blocker wird derzeit gearbeitet.

 

BY  ON

Quelle:http://www.medmix.at



Was tun bei schlechter Laune, Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen?

 

Womöglich kann Serotonin helfen. Lesen Sie hier, was ein Serotoninmangel ist, wie er entsteht und was Sie durch eine bewusste Ernährung bewirken können.
 

Definition: Serotonin als Glückshormon

Das Serotonin, auch 5-Hydroxytryptamin oder Enteramin genannt, ist ein körpereigenes Hormon mit mehreren Funktionen. Im zentralen Nervensystem sorgt es für Signalübertragungen, wie ein Neurotransmitter, der die geistigen Leistungen, die Stimmung, die Schmerzverarbeitung, den Appetit, die Körpertemperatur und die Schlafqualität regelt. 

Im Herz-Kreislauf-System bringt es die Spannung der Gefäßwände ins Gleichgewicht, so dass der Blutdruck im normalen Bereich bleibt. Serotonin kommt aber auch im Blut und im Darmnervensystem vor.

 

Ursachen: Nährstoffmängel und Co.

Serotoninmangel entsteht, wenn der Körper nicht die nötigen Bausteine hat, um das Hormon zu bilden.

Als erstes braucht der Körper die Aminosäure L-Tryptophan, die mit Hilfe eines Enzyms in das Zwischenprodukt 5-Hydroxytryptophan umgewandelt wird, das unter der Einwirkung eines zweiten Enzyms in Serotonin abgeändert wird. Der Aufbauprozess findet statt, wenn genug Vitamin D da ist, das die Rolle des Aktivators übernimmt. Darüber hinaus erleichtern auch Zink, Magnesium und Vitamin B6 den Serotoninaufbau.

 

Folgende Ursachen erschweren den Serotoninaufbau sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern:

Vitamin-B6- und L-Tryptophan-Mangel

Vitamin-D-Mangel

Omega-3-Mangel

die mangelhafte Aufnahme von Fruktose im Darm

die Unterfunktion der Schilddrüse

Infektionskrankheiten

Tumore

Medikamente und Drogen

 

Symptome und Diagnostik

Ein Serotoninmangel äußert sich mit folgenden Symptomen:

schlechte Laune

Unzufriedenheit

Reizbarkeit

Ängste

Konzentrationsschwäche

Schlafstörungen

Migräne

Depressionen

 

Es gibt einen einfachen Test zur Feststellung des Serotoninmangels. Der Serotoninspiegel kann im Urin gemessen werden, weil das wichtigste Abbauprodukt des Serotonins über die Nieren ausgeschieden wird.

 

Behandlung: Essen Sie sich glücklich!

Die meisten Fälle können mit der richtigen Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln behoben werden, die die Mängel an L-Tryptophan, Vitamin B6, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren beseitigen.

Für die Vitamin-D-Bildung ist auch die Sonneneinstrahlung wichtig. Das Vitamin selbst oder seine Vorstufen stecken in der Leber, in Eiern und in Fischen. L-Tryptophan ist in Nüssen, Fleisch, Bohnen, Fisch, Eiern und Käse enthalten, Vitamin B6 wiederum nehmen Sie mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen auf. Omega-3-Fettsäuren stecken im Fisch.

 

Fazit

Ängste und Depressionen sind selten angeboren. Oft steckt ein Serotoninmangel dahinter. Lebensmittel, die Bausteine des körpereigenen Serotoninaufbaus enthalten, können helfen, schlechte Laune zu beseitigen und die Konzentration zu fördern.

 

Von Dr. Maria Niki Aigyptiadou verfasst am 04.06.2017

Quelle: https://www.jameda.de/gesundheit/ernaehrung-fitness/serotoninmangel-ausgleichen/


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Quelle: https://www.dr-schmiedel.de/serotonin/


Serotonin – Werden Sie zum Meister Ihres Seelenlebens

 

Serotonin ist unser Wohlfühlhormon. Ohne Serotonin sind wir schlecht gelaunt, ängstlich oder sogar depressiv. Serotonin kann man nicht einfach essen oder in Form einer Pille schlucken. Serotonin muss direkt im Gehirn hergestellt werden. Im modernen Alltag können die Voraussetzungen für die Bildung von Serotonin oft nicht erfüllt werden. Serotoninmangel ist vorprogrammiert und unsere Stimmung sinkt. Wer jedoch die Voraussetzungen für die Bildung von Serotonin kennt, wird zum Meister seines Seelenlebens und kann sich selbst – auf höchst gesunde Weise und ganz ohne stimmungsaufhellende Drogen – in einen Zustand entspannter Zufriedenheit versetzen.

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Quelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/serotonin-ia.html


Adapt X.1 von Arego Life hilft Ihnen dabei Ihren Serotoninspiegel auszugleichen, damit er nie zu hoch oder zu gering ist.