Gesundheit - Pharmaindustrie

Das meine Seite einen kritischen Einblick in unsere Gesellschaft vermitteln soll, ist Ihnen sicherlich schon aufgefallen. 

In diesem Abschnitt möchte ich Ihnen die Augen zu einem Thema öffnen welches nur all zu gerne von den Medien und unseren selbsternannten Eliten unter den Teppich gekehrt würde.

Na dann - machen Sie sich mal selbst ein Bild .....

Pharmaindustrie

Yuri Arcurs | Getty Images


Die Investmentbank Goldman Sachs hat jüngst einen Marktreport für die Pharmaindustrie veröffentlicht.

 

Darin schreibt das Unternehmen: Gesunde Menschen sind schlecht für das Geschäft. In dem Bericht (Übersetzung weiter unten) von Goldman Sachs, der an ausgewählte Kunden der Gentechnik-Branche ging, heißt es:

 

„Das Potential, Behandlungen zu entwickeln, die schon nach einer Anwendung die Heilung vollbringen, ist der attraktivste Aspekt der Gentechnik. Allerdings sind solche Behandlungen ganz anders zu betrachten, wenn es darum geht, ein bleibendes Einkommen zu erzielen“.

 

Zwar würden Gentherapien Menschen wieder zu Gesundheit und einer höheren Lebensqualität verhelfen. Diese Behandlungen könnten aber die Suche nach einem dauerhaften Cash-Flow vor eine große Herausforderung stellen.

 

Im Klartext bedeutet das, wenn die Pharma-Industrie Mittel und Heilmethoden entwickelt, die Menschen heilt, sei das schlecht für das Geschäft.

 

Die Goldman Sachs Analysten bezogen ihren Report auf ein konkretes Beispiel: Eine Gentherapie gegen Hepatitis C habe dazu geführt, dass die „Verfügbarkeit von behandelbaren Patienten geringer wurde“.

 

Ein guter Markt für die Gentherapie wäre also einer, in dem die Zahl der Erkrankten nicht sinke, beispielsweise wie bei Krebserkrankungen, „damit das Geschäft profitabel bleibe“.

 

Goldman Sachs empfiehlt Pharma-Konzernen drei Lösungsansätze, damit die Geschäfte rentabel bleiben:

 

1. Suche nach großen Märkten. Also Krankheiten, die sich schnell ausbreiten und schwer heilbar sind.

2. Herstellung von Medikamenten für häufig auftretenden Krankheiten, die ständige und schwerere Beschwerden auslösen.

3. Ständige Innovation und Erweiterung des Produktportfolios. Es gebe hunderte von Krankheiten, aus denen man noch Profit schlagen könne.

 

Watergate Redaktion 16.4.2018

 

Quelle: http://www.watergate.tv


Hier die Übersetzung aus dem Originalbericht des Nachrichtenprotals CNBC:

 

Goldman Sachs fragt im Biotech-Forschungsbericht: "Ist die Heilung von Patienten ein nachhaltiges Geschäftsmodell?"

 

Die Analytiker von Goldman Sachs versuchten, ein heikles Thema für Biotech-Unternehmen zu adressieren, insbesondere diejenigen, die an der bahnbrechenden "Gentherapie" -Behandlung beteiligt waren: Kuren könnten auf lange Sicht schlecht für das Geschäft sein.

 

"Ist die Heilung von Patienten ein nachhaltiges Geschäftsmodell?" Analysten fragen in einem Bericht am 10. April 2018 mit dem Titel "The Genome Revolution."

 

"Das Potenzial," One-Shot-Kuren "zu liefern, ist einer der attraktivsten Aspekte der Gentherapie, der gentechnischen Zelltherapie und der Gen-Editierung.

 

Allerdings bieten solche Behandlungen eine sehr unterschiedliche Perspektive in Bezug auf wiederkehrende Einnahmen im Vergleich zu chronischen Therapien", sagt Analyst Salveen Richter schrieb am Dienstag den Kunden. "Während dieses Angebot einen enormen Wert für Patienten und die Gesellschaft darstellt, könnte es eine Herausforderung für die Entwickler von Genom-Medikamenten darstellen, die nach einem dauerhaften Cashflow suchen."

 

Richter zitierte Gilead Sciences Behandlungen für Hepatitis C, die Heilungsraten von mehr als 90 Prozent erreichten. Die Verkäufe des Unternehmens für diese Hepatitis-C-Behandlungen in den USA erreichten 2015 einen Höchststand von 12,5 Milliarden US-Dollar, sind seitdem jedoch rückläufig. 

 

Goldman schätzt, dass der US-Umsatz für diese Behandlungen in diesem Jahr weniger als 4 Milliarden US-Dollar betragen wird, so eine Tabelle im Bericht.

 

"GILD ist ein typisches Beispiel dafür, dass der Erfolg seiner Hepatitis-C-Franchise den verfügbaren Pool behandelbarer Patienten allmählich erschöpft hat", schrieb der Analyst. "Bei Infektionskrankheiten wie Hepatitis C verringert die Heilung bestehender Patienten auch die Zahl der Träger, die das Virus an neue Patienten übertragen können, daher sinkt auch der Ereignispool ...

 

Wo ein Ereignispool stabil bleibt (z. B. bei Krebs) Das Potenzial für eine Kur stellt ein geringeres Risiko für die Nachhaltigkeit eines Franchise dar. "

 

Der Bericht schlug drei mögliche Lösungen für Biotech-Firmen vor:

"Lösung 1: Adressieren Sie große Märkte: Hämophilie ist ein 9-10 Mrd. $ WW-Markt (Hämophilie A, B), wächst bei ~ 6-7% pro Jahr." 

 

"Lösung 2: Adressenstörungen mit hoher Inzidenz: Spinale Muskelatrophie (SMA) beeinflusst die Zellen (Neuronen) im Rückenmark und beeinträchtigt die Fähigkeit zu gehen, zu essen oder zu atmen."

 

"Lösung 3: Ständige Innovation und Portfolio-Expansion: Es gibt Hunderte von ererbten Netzhauterkrankungen (Genetische Formen der Blindheit) ... Tempo der Innovation wird auch eine Rolle spielen, da zukünftige Programme die rückläufige Umsatzentwicklung der früheren Vermögenswerte ausgleichen können."

 

Quelle: https://www.cnbc.com